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2. Internationaler Dirigentenwettbewerb
Sir Georg Solti 2004

29. August bis 19. September 2004

Zwei erste Preise vergeben - Über 200 Bewerbungen aus 45 Ländern

Die Kooperationspartner des zweiten Internationalen Dirigentenwettbewerb Sir Georg Solti waren hochzufrieden: Mehr als 200 junge Dirigentinnen und Dirigenten aus 45 Ländern hatten sich um eine Teilnahme an dem alle zwei Jahre statt findenden musikalischen Wettstreit beworben. In einem ersten Auswahlverfahren wurden 24 Teilnehmer für die beiden ersten (nicht öffentlichen) Wettbewerbsrunden vom 29. August bis 1. September 2004 mit der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz bestimmt.

In der zweiten Wettbewerbsrunde, an der 12 Kandidaten teilnahmen, wurden die drei Finalisten ermittelt. Diese stellten sich in einem öffentlichen Abschlusskonzert am 19. September 2004 in der Alten Oper Frankfurt der hochkarätigen Jury unter dem Vorsitz von Christoph von Dohnányi, Chefdirigent des NDR-Sinfonieorchesters Hamburg und ehemaliger GMD der Stadt Frankfurt am Main.

 
 

Der Amerikaner James Gaffigan (25 Jahre) und der Bulgare Ivo Venkov (35 Jahre) erhielten beide den ersten Preis des 2. Internationalen Dirigentenwettbewerbs Sir Georg Solti. Dem Schweden Johannes Gustavsson (29 Jahre) wurde der zweite Preis zugesprochen. Beim öffentlichen Abschlusskonzert dirigierten die drei Finalisten am Pult des Frankfurter Museumsorchesters folgende Werke: James Gaffigan Richard Strauss’ "Till Eulenspiegel", Ivo Venkov "La Mer" von Claude Debussy und Johannes Gustavsson Béla Bartóks "Tanzsuite".

Während es beim 1. Internationalen Dirigentenwettbewerb Sir Georg Solti in 2002 keinen ersten Preisträger gab, hat die Jury in diesem Jahr entschieden, zwei erste Preise zu vergeben. Der Vorsitzende der Jury, Christoph von Dohnányi, sagte bei der Verkündung der Entscheidung, die Jury habe es schwer, richtig in die Zukunft zu blicken. Sie prüfe, ob der Kandidat das, was er realisieren wollte, realisiert hat. "Und da sind die beiden ersten Preisträger gleich." "Alle drei", so von Dohnányi, "werden eine gute Karriere machen und viel Freude an der Musik haben."

 
 

Die beiden Gewinner müssen sich den ersten Preis nicht teilen. Sowohl James Gaffigan als auch Ivo Venkov erhalten je 15.000 Euro, der zweite Preis für Johannes Gustavsson ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Preisgelder wurden von der Kultur-Stiftung der Deutschen Bank zur Verfügung gestellt.

Beide Gewinner erhalten auch, wie bei der Wettbewerbsausschreibung angekündigt, eine Einladung zum Dirigat eines Doppelkonzerts des Frankfurter Museumsorchesters in der Alten Oper Frankfurt. James Gaffigan und Ivo Venkov dirigieren dann jeweils eine Hälfte des Konzerts, das am Folgetag wiederholt wird; das Publikum kommt somit während eines Abends in den Genuss, beide ersten Preisträger beim Dirigat zu erleben.

 
 

James Gaffigan (25) erhielt seine dirigentische Ausbildung an der American Academy of Conducting beim Aspen Music Festival und am Tanglewood Music Center. Hier konnte er mit Dirigenten wie Kurt Masur und Rafael Frühbeck de Burgos zusammenarbeiten, bevor er sein Dirigierdiplom am New England Conservatory und der Rice University in Houston erhielt. Sein Debüt gab er 2002 beim Blossom Musikfestival mit dem Cleveland Orchestra, um kurze Zeit später schon zum Assistant Conductor dieses Orchesters berufen zu werden. Gleichzeitig wurde er musikalischer Direktor des zugehörigen Jugendorchesters. Assistieren konnte Gaffigan auch schon beim Boston Symphony Orchestra, dem Los Angeles Philharmonic und dem Houston Symphony Orchestra.

Ivo Venkov (35), gebürtiger Bulgare, lebt und wirkt heute in Belgien. Seine musikalische Ausbildung begann im Alter von vier Jahren, mit sieben gab er sein erstes Konzert. Bereits während seines Studiums an der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Sofia erhielt Venkov ein Engagement als erster Kapellmeister an der Staatsoper Varna. Weitere Dirigierstudien in Österreich brachten ihm zahlreiche Auftritte mit verschiedenen Orchestern in Europa und Asien, bevor er 1998 zum Chefdirigenten des belgischen Jugendsinfonieorchesters "Jeugd & Muziek van Antwerpen" berufen wurde. Vor knapp vier Monaten errang Venkov den 2. Preis beim ersten Bamberger Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb.

Der schwedische Dirigent und Bratschist Johannes Gustavsson (29) studierte an der staatlichen norwegischen Musikakademie bei Lars-Anders Tomter, Ole-Kristian Ruud und Olav-Anton Thomessen und belegte Meisterklassen bei Simon Streatfeild und Jorma Panula. Neben seiner Dirigententätigkeit wirkt Gustavsson als Orchestermusiker im Norwegischen Kammerorchester. Seine bisherigen Engagements als Dirigent führten ihn u.a. zu den Sinfonieorchestern von Helsingborg, Norrköpping, den Osloer Philharmonikern und zum Norwegischen Radio-Sinfonieorchester. 2003 gewann der 29-jährige den 1. Preis beim Schwedischen Dirigentenwettbewerb.

 
 

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