2002 2004 2006 2008 2010 2012 2015  
Der Wettbewerb8. Wettbewerb 2017RückblickPresseKontakt
 
Schirmherrin
 
 
Lady Valerie Solti
 

Kooperationspartner
 






 

Förderer
 
















 

Orchester
 

Frankfurter Opern- und Museumsorchester

hr-Sinfonieorchester
 

4. Internationaler Dirigentenwettbewerb
Sir Georg Solti 2008

3. - 9. November 2008

Auch in seiner vierten Auflage erreichte der Internationale Dirigentenwettbewerb Sir Georg Solti einen neuen Beteiligungsrekord: Zum Anmeldeschluss hatten sich 540 junge Dirigentinnen und Dirigenten aus aller Welt beworben – 40 mehr als 2006. Im ersten Wettbewerb 2002 waren es noch 170 Anmeldungen, zwei Jahre später 200. 24 wurden von der Jury ausgewählt und dann nach Frankfurt eingeladen, wo sie um den Einzug ins Finale und die drei Preise konkurrierten. Diese 24 jungen Dirigenten und Dirigentinnen stammten aus 16 Ländern aller Kontinente, wobei die USA mit fünf Teilnehmern besonders stark vertreten waren. Der jüngste der 24 Vorrundenkandidaten war erst 19 Jahre alt, der älteste 35, im Schnitt waren die Kandidaten 30 Jahre alt.

 
 

Erneut wurde der gesamte Wettbewerb innerhalb einer Woche in Frankfurt ausgetragen, wo den Kandidaten dank der Kooperation mit dem Hessischen Rundfunk gleich zwei internationale Spitzenorchester zur Verfügung standen: das hr-Sinfonieorchester und das Frankfurter Museumsorchester. Die beiden renommierten Frankfurter Klangkörper wechseln sich bei der Begleitung der Vor- und Endrunden ab: 2008 bestritt das Museumsorchester die Vorentscheidung und das hr-Sinfonieorchester die Endrunde, 2010 wird es wieder umgekehrt sein.

 
 

In den beiden ersten Wettbewerbsrunden mit dem Frankfurter Museumsorchester in der Oper Frankfurt ermittelte die Jury die drei Kandidaten fürs Finale: Der Deutsche Andreas Hotz (27 Jahre), der US-Amerikaner Shizuo Kuwahara (32 Jahre) und der US-Amerikaner Eugene Tzigane (26 Jahre). Mit Andreas Hotz aus Darmstadt erreichte somit erstmals ein Deutscher das Finale des Internationalen Dirigentenwettbewerbs Sir Georg Solti.

 
 

Beim öffentlichen Abschlusskonzert in der Alten Oper Frankfurt standen die drei Finalisten am Pult des hr-Sinfonieorchesters, mit dem sie folgende – per Los zugeteilte – Werke zu Gehör brachten: Die Ouvertüre zu „Wilhelm Tell“ von Gioacchino Rossini (Andreas Hotz), die Ouvertüre zu Carl Maria von Webers „Oberon“ (Shizuo Kuwahara) und die Ouvertüre zu Giuseppe Verdis „Die Macht des Schicksals“ (Eugene Tzigane). Alle drei Kandidaten dirigierten zudem jeweils den Schluss der „Feuervogel“-Suite von Igor Strawinsky.

 
 

Der Jury-Vorsitzende Rolf-E. Breuer verkündete nach einer kurzen Beratungspause die Entscheidung, zu der die Jurymitglieder nach Bewertung der beiden Probentage sowie dem öffentlichen Finale gemeinsam gekommen waren. Gewinner des ersten Preises wurde Shizuo Kuwahara, der zweite Preis ging an Eugene Tzigane und den dritten Preis erhielt Andreas Hotz. Zum Abschluss des spannenden Vormittags erklang Michael Glinkas Ouvertüre zu „Ruslan und Ludmilla“, dirigiert vom Gewinner des ersten Preises, Shizuo Kuwahara.

 
 

1. Preis: Shizuo Kuwahara
Dem Frankfurter Publikum ist Shizuo Kuwahara als Gewinner des zweiten Preises beim letzten Solti-Wettbewerb noch in guter Erinnerung. Der 32Jährige wird inzwischen zu zahlreichen Gastdirigaten eingeladen, so zum Japan Philharmonic Orchestra, dem Tokyo Symphony Orchestra, der Deutschen Radio-Philharmonie oder auch zur Polnischen Kammerphilharmonie, die er bei den Weilburger Schlosskonzerten leitete. Seine Ausbildung bekam er an der Yale University und an der Eastman School of Music, die er mit Auszeichnung verließ. Es folgten erste Stellen als Associate Conductor beim Virginia Symphony Orchestra und beim Philadelphia Orchestra unter Christoph Eschenbach bevor er zum künstlerischen Leiter und Ersten Dirigenten der IPPO Philharmoniker in Tokio berufen wurde.

2. Preis: Eugene Tzigane
Der 26Jährige errang bereits beim 4. Internationalen Lovro von Matatic Wettbewerb einen zweiten und den ersten Preis beim 8. Gregorz Fitelberg Wettbewerb in Kattowitz. Er wirkt momentan als Assistent Alan Gilberts bei den Königlichen Philharmonikern in Stockholm. Seine Ausbildung bekam der junge Amerikaner an der Juilliard School und an der New York University sowie an der Königlichen Musikhochschule in Stockholm. Zu seinen Lehrern zählen Jorma Panula und David Zinman. Engagements führten ihn bereits zu zahlreichen Orchestern, darunter die Krakauer und Zagreber Philharmoniker sowie das Orquesta Sinfónica de Chile.

3. Preis: Andreas Hotz
Nach seiner ersten musikalischen Ausbildung am Dr. Hoch’schen Konservatorium belegte der 27jährige Hesse mehrere Studiengänge an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Den Studien in Klavier, Korrepetition und Orgel folgte ein Dirigierstudium bei Wojciech Rajski, das Andreas Hotz mit Auszeichnung abschloss. Er besuchte Meisterkurse u.a. bei Pierre Boulez, Kurt Masur, Marc Albrecht und Reinhard Goebel und wurde als Stipendiat u.a. des Dirigentenforums des Deutschen Musikrats und der Studienstiftung des Deutschen Volkes ausgezeichnet. Seit 2005 hat Andreas Hotz an der Frankfurter Hochschule eine Dozentur für Orchesterleitung inne, außerdem wirkt er seit zwei Jahren als 1. koordinierter Kapellmeister am Pfalztheater in Kaiserslautern. Sinfonisch dirigierte er zuletzt die Nürnberger Symphoniker und die Hofkapelle Meiningen.

 
 
© 2005 WACON Internet GmbH | Impressum | English