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Frankfurter Opern- und Museumsorchester

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6. Internationaler Dirigentenwettbewerb
Sir Georg Solti 2012

17. - 23. September 2012

Der 6. Internationale Dirigentenwettbewerb Sir Georg Solti ist entschieden: Gewinner des ersten Preises ist der 32jährige Chinese Daye Lin. Der zweite Preis geht an Daniel Smith (30) aus Australien, den dritten Preis erhält Brandon Keith Brown (31) aus den USA.

Der erste Preis ist mit 15.000 Euro, der zweite Preis mit 10.000 Euro und der dritte Preis mit 5.000 Euro dotiert. Die Gewinner des ersten und zweiten Preises erhalten zudem Einladungen zu Dirigaten des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters bzw. des hr-Sinfonieorchesters sowie zu weiteren deutschen und internationalen Orchestern.

 
 

Beim öffentlichen Abschlusskonzert am heutigen Sonntagvormittag in der Alten Oper Frankfurt standen die drei Finalisten am Pult des hr-Sinfonieorchesters, mit dem sie folgende - ihnen per Los zugeteilte - Werke zu Gehör brachten: Die Ouvertüre zu "Euryanthe" von Carl Maria von Weber (Daniel Smith), die Ouvertüre zu "Rienzi, der letzte der Tribunen" von Richard Wagner (Brandon Keith Brown) und die Ouvertüre zur "Fledermaus" von Johann Strauß (Daye Lin). Alle drei Kandidaten dirigierten jeweils zudem die 2. Suite aus Maurice Ravels "Daphnis und Chloë".

 
 

Der Jury-Vorsitzende Rolf-E. Breuer verkündete nach einer kurzen Beratungspause die Entscheidung, zu der die Jurymitglieder nach Bewertung der beiden Probentage am Freitag und am Samstag sowie dem öffentlichen Finale am heutigen Sonntag gemeinsam gekommen seien. "Was hier kreiert wird, ist und soll Weltspitze sein", sagte Breuer.

Zum Abschluss des spannenden Vormittags erklang die Ouvertüre zu "Donna Diana" von Emil Nikolaus von Reznícek, dirigiert vom Gewinner des ersten Preises, Daye Lin. Die Partitur dieses (Überraschungs-)Werks war den Kandidaten erst vor der zweiten Runde des Wettbewerbs übergeben worden, die Einstudierung war ebenfalls Bestandteil der Prüfung.

 
 

Die Jury der Endausscheidung unter dem Vorsitz von Rolf-E. Breuer setzte sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: Ingo de Haas (1. Konzertmeister des Opern- und Museumsorchesters), Bernd Loebe (Intendant und Geschäftsführer der Oper Frankfurt), Dr. Stephan Pauly (Intendant und Geschäftsführer der Alten Oper Frankfurt), Markus Stenz (Generalmusikdirektor der Stadt Köln und Gürzenich- Kapellmeister), Sebastian Weigle (Generalmusikdirektor der Stadt Frankfurt am Main, Chefdirigent des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters), Andrea Zietzschmann (Leiterin des Bereichs Musik und Orchester beim Hessischen Rundfunk und Orchestermanagerin des hr-Sinfonieorchesters).

405 junge Dirigentinnen und Dirigenten zwischen 20 und 35 Jahren aus 70 Ländern hatten sich zum diesjährigen Wettbewerb beworben. 22 von ihnen waren nach Frankfurt zu den Vorrunden (17. - 20. September) mit dem Opern- und Museumsorchester und dem hr-Sinfonieorchester eingeladen worden, aus denen die drei Finalisten hervorgegangen sind.

Der Kulturfonds Frankfurt RheinMain fördert maßgeblich und erstmals in diesem Jahr den Wettbewerb und damit den hervorragenden Dirigentennachwuchs. Eine Excellenzinitiative in RheinMain, die über die Region hinauswirkt.

 
 

1. Preis: Daye Lin ist seit 2010 Chefdirigent des Guangzhou Symphony Orchestra. Nach vierjährigem Studium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler kehrte der heute 32jährige Chinese in sein Heimatland zurück und durfte bereits große Erfolge mit den führenden nationalen Orchestern feiern. 2009 hatte er sein Debüt mit dem China Philharmonic Orchestra und der Geigerin Midori beim Beijing Music Festival. In der Folge wurde er vom Orchester als Dirigent zu Tourneen nach Deutschland und Thailand eingeladen. Außerdem leitete er Konzerte mit Stars wie Lang Lang oder Sarah Chang. Daye Lin wurde 1980 in Shandong geboren. Als Kind begann er mit dem Klavierstudium und bereits im Alter von 15 mit dem Dirigierstudium in Peking und Shanghai. Nach der Teilnahme an Meisterklassen u. a. bei Seiji Ozawa wurde er mit einem Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes ausgezeichnet und wechselte nach Berlin. Hier arbeitete er mit dem Konzerthausorchester Berlin oder dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt.

2. Preis: Der 30jährige Australier Daniel Smith gab im Alter von sechzehn Jahren sein Dirigier-Debüt mit dem Sydney Symphony Orchestra. Er war Gewinner des online- Publikumspreises beim Malko-Wettbewerb 2009 und Finalist beim International Conducting Competition in Bukarest 2011. Nach seinem Debüt bei den Göteburger Symphonikern 2010 wurde er in der Presse als eine der größten Nachwuchshoffnungen bezeichnet - seit dem Orchesterpreis des Orchesters beim Internationalen Lutoslawski-Wettbewerb in Polen 2011 und dem Sieg beim 5. Wettbewerb für Operndirigenten Luigi Mancinelli in Italien 2012 entwickelt er sich zu einem weltweit gefragten Musiker. Daniel Smith dirigierte u.a. das Dänische und das Rumänische Nationalorchester, das Orquesta de Cadaqués und das Sinfonieorchester von Sofia. Zahlreiche Festivalauftritte führten den in Sydney und Rom Lebenden außerdem in die USA, nach Australien und Europa.

3. Preis: Der 31jährige US-Amerikaner Brandon Keith Brown erlangte bereits als junger Dirigent nationale und internationale Aufmerksamkeit. 2011 wurde er von den Wiener Philharmonikern zum Operncamp für Jugendliche der Salzburger Festspiele eingeladen. Im Rahmen des Castleon Festival in Virginia war er Assistent von Lorin Maazel. Im Jahr 2009 trat er in der American Academy of Conducting mit David Zinman auf. Als einziger Teilnehmer repräsentierte er die Vereinigten Staaten beim internationalen Lovro Matacic Wettbewerb, aus dem er als Semifinalist hervorging. Einer Einladung Kurt Masurs folgend gab er sein Debüt an der Manhattan School of Music. Er leitete als Gastdirigent u.a. das Orchestra of the Age of Enlightenment, die Sinfonieorchester von Omaha, Macon und Astoria und verschiedene internationale Jugendorchester. Brandon Keith Brown begann seine musikalische Laufbahn im Fach Violine an der High-School of Arts in North Carolina. Nach seinem Abschluss setzte er seine Studien im Fach Dirigieren am Oberlin Conservatory und der Northwestern University bei Roland und Almita Vamos fort. Gegenwärtig ist er Dirigent des Jugendorchesters von Omaha.

 
 
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